Lieber Studierende, ich möchte mich mit meinem Beitrag zum ersten Mal in Ihrer Bloggruppe melden und mich an Ihren spannenden Diskussionen beteiligen. Ich freue mich über Ihre ausführlichen und fundierten Blogeinträge. Es fällt uns nicht immer leicht, unser Wissen um energie- und umweltentlastendes Verhalten auch tatsächlich im Alltag umzusetzen. Vielleicht gibt uns der Blog einen Anstoss, die eine oder andere Angewohnheit in unserem Alltag zu überdenken.
Wir stellen fest, dass mit unserem Klima tatsächlich etwas nicht mehr stimmen kann... Sommergefühle im April 2008, Ozonwerte, die bereits jetzt massiv über den Grenzwerten liegen, Waldbrände und zu erwarten sind riesengrosse Ernteausfälle wegen der andauernden Trockenheit..
Ich möchte den einen oder anderen innovativen und klimafreundlichen Punkt aufgreifen und so auch auf Ihre Posts zurückkommen.
-Gerade die Schweiz ist weltweites Vorbild für ein äusserst gut ausgebauten öffentlichen Verkehr. Wir verfügen über 3000 km Bahnnetz. Dort wo der Zug nicht mehr hinkommt gibt es die Möglichkeit des Carsharing-Systems Mobility. Das Angebot von Mobility ist mittlerweile so gut ausgebaut, dass an fast jedem Ort, wo man ein Auto benötigt auch eines vorhanden ist. Die Kilometerpreise sind nicht ganz billig. Dennoch, ein eigenes Auto zu besitzen, Abgaben, Reparaturen, Benzin usw. rechnen sich über ein Jahr hinweg so stark, dass sich Mobility aufjeden Fall lohnt.
-Sie sprechen in mehreren Blogs die Sparmöglichkeiten beim Wohnen an: Alternative Modelle zum Heizen, bessere Isolation und andere Massnahmen ermöglichen, sehr viel Ressourcen einzusparen. Auch diese Anfangsinvestitionen sind teuer aber langfristig sicherlich lohnenswert. Ein Trend, der sich in der Schweiz noch nicht stark etabliert hat, ist nicht nur die Niedrigenergiebauweise, die Sie in den Zeitungsartikeln entdeckt haben, sondern die sog. Nullenergiehäuser. Die Häuser haben keine Heizung, Wärme wird lediglich durch die eigene Körperwärme, Geräte, Kerzen oder die Sonneneinstrahlung erzeugt. Die gute Isolation der Häuser sorgt dafür, dass die Wärme auch im Haus bleibt. Diese Häuser sind wenig teurer im Bau haben aber eine enorme Energieeinsparung zur Folge (über 90% weniger CO2-Emission - und damit auch massiv weniger Heizölkosten, siehe auch: www.passiv.de) – aber, diese umweltschonende Art zu wohnen verlangt, dass auch die Lebensgewohnheiten den Umständen angepasst werden (im Winter können bsw. keine Decken rausgehängt werden, da die gesammelte Wärme gerade verpuffen würde). Das Wohnhaus in Bennau, welches Sie angesprochen haben, wäre dann wohl sogar noch eine Weiterentwicklung der Nullenergiehäuser.
Freundliche Grüsse und bis zum nächsten Mal, Michael Zahner
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