Sonntag, 22. März 2009

natürlich natur.

ich habe mich für eine knappe stunde an einen waldrand gesetzt und meinen blick in die ferne schweifen lassen. es kamen verschiedene dörfer und sogar eine stadt in mein blickfeld: abtwil, engelburg, winkeln, gossau, st.gallen. viele, viele häuser schmiegen sich meistens nahe beisammen irgendwo an einen hügel. mir kam spontan der satz eines guten freundes in den sinn:

"Was sind wir doch komische Geschöpfe, kuscheln uns an Hügel und sammeln uns in Städten und doch vermögen die überheizten Wohnungen unsere Herzen nicht zu wärmen."

ich machte mir die verschiedensten gedanken. weshalb fühlt es sich so schön an, diese weitsicht zu geniessen? warum fühle ich mich hier oben so viel freier als unten in der stadt? ist diese natur, in welcher ich momentan sitze überhaupt natürliche natur oder vielleicht auch von uns menschen gemachte natur? warum wohne ich mit 14 anderen menschen im gleichen haus, kenne aber die meisten davon überhaupt nicht. als sich meine gedanken in diesen fragen verloren, bemerkte ich, wie die sonne langsam aber sicher immer tiefer sank und den himmel in ein wunderbares farbenspiel verwandelte. früher sagte meine mama jeweils, dass gott wiedermal am malen sei. ich finde das noch heute einen schönen gedanken, denn jedesmal wenn ich die schönheit der natur geniesse, kommen meine gedanken irgendwann bei der frage über den ursprung all dieser schönheit an. war das wirklich alles zufall? oder hat dieses unendlich komplexe system vielleicht doch einen designer dahinter, einen gott, der eine absicht verfolgte?
ich denke, die natur spornt uns immer wieder an auszuruhen und sich gedanken zu machen über das leben, über sinn und zweck, über hoffnung und glaube. was ist es, das im leben wirklich zählt?

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